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Talkshow in Andernach - Alle wollen den Nürburgring retten

Talkshow Andernach 7-2013 (23)Immer wieder Nürburgring! Eine ganze Region rund um die Nürburg lebt von der legendären Rennstrecke. Wird und kann das so bleiben? Darauf versuchten in einer Talkshow beim Lokalsender „Offener Kanal“ drei Experten eine Antwort zu geben. Alle drei kämpfen dafür, dass der Nürburgring erhalten bleibt und alle drei waren von Kind an dabei, wenn am Nürburgring große Rennen gefahren wurden: Ein Landtagsmitglied, ein Bürgermeister und ein IHK-Präsident und Vorsitzender einer Initiative zur Rettung des Nürburgrings.

Personen
Manfred Sattler ist selbst aktiver Rennfahrer, Präsident der IHK Koblenz und besonders aktiv als Vorsitzender der Initiative „Freunde des Nürburgrings“. Ein paar Aussagen von Manfred Sattler:
- Eine „Marktprüfung“ hat wohl nicht stattgefunden, sonst wäre das Projekt wohl nie gebaut worden.
- Es macht wenig Sinn, die Vergangenheit aufzuarbeiten –wichtig ist, für die gesamte Region eine langfristige Zukunft zu gestalten.
- 2500 Arbeitsplätze hängen direkt und indirekt vom Ring ab – die müssen erhalten bleiben.
- Eine Art „Autostadt“, die einen Ganzjahresbetrieb sein könnte, wäre vorstellbar.
- Die Rahmenbedingungen für die künftige Nutzung des Nürburgrings sind im Nürburgringgesetz festgeschrieben, so dass ein neuer Besitzer nicht machen kann was er will.

Clemens Hoch ist Mitglied des Untersuchungsausschusses „Nürburgring“:
- Das Geld, das das Land in Sachen Nürburgring ausgegeben hat, ist haushaltstechnisch weg.
- Das Land ist daran interessiert, den Nürburgring zu verkaufen. Ein evtl. Erlös kann und soll nicht mit den Ausgaben aufgerechnet werden.
- Der Untersuchungsausschuss konnte nicht einwandfrei klären, warum es zur Auf-tragsvergabe kam, obwohl zu dem Zeitpunkt die Fremdfinanzierung nicht gesichert war.
- Eine wichtige Rolle beim Verkauf spielen das Insolvenzgesetz und die Europäische Kommission.

Hermann-Josef Romes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau:
- Das Riesenprojekt neuer Nürburgring wurde in der Region immer skeptisch be-trachtet.
- Wenn das Projekt sich nicht trägt, wird es nicht gebaut. Aber, auf einmal wurde der Grundstein gelegt.
- In der Region Adenau gibt es 220 „ringorientierte“ Betriebe.
- Der Mythos „Nürburgring“ ist unzerstörbar, deshalb muss es möglich sein, mit die-sem Mythos auch die Zukunft zu gestalten.

Die Moderation der Talkshow lag bei Ute Münch.. Fragen von Mitgliedern der Piratenpartei bezüglich Aktivitäten der Insolvenzverwalter mussten von ihr zurückgewiesen werden, weil diese nicht an der Talkshow teilnahmen.

Klaus Ridder aus Siegburg, einer der Zuschauer und seit 58 Jahren Nürburgringfan, ap-pellierte abschließend an die Medien, künftig positiver über den Ring zu berichten. Gute Nachrichten würden auch dazu führen, dass wieder mehr Zuschauer zum Ring kommen. Es gab Beifall!

Die Talkshow wird zu folgenden Terminen vom ‚Offenen Kanal‘ gesendet:
-2.8 – 10.00 Uhr
-3.8. – 18.00 Uhr
-4.8. – 14.37 Uhr
-5.8. – 12.42 und 19.49 Uhr.
Außerdem finden Sie Infos beim Talkshow-Veranstalter Taverne Olympus unter www.tavernengespraech.de