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Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist zuversichtlich

malu dreyer-Freunde des Nürburgrings bei der Info-Veranstaltung mit Ringkäufer Wild dabei-
Am 30.April wird normalerweise in den Mai getanzt – doch auf dem Ringboulevard hatte die Betriebsgesellschaft Nürburgring mit Geschäftsführer Dr.Karl-Josef Schmidt zu einer Informationsveranstaltung mit der Ministerpräsidentin (RP) Malu Dreyer sowie dem Ringkäufer Dr. Robertino Wild eingeladen. Auf dem Podium saßen neben Dr. Schmidt und RP Dreyer noch der zweite Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Nürburgring Carsten Schumacher, der erst vor wenigen Tagen den neugeschaffenen Posten angetreten hatte, sowie Adam Osieka, vielen bekannt als aktiver Rennfahrer und Chef der Motorsportfirma GetSpeed als Miterwerber.


Dabei waren auch die Vorstandsmitglieder der Initiative ‚Freunde des Nürburgrings' mit dem Vorsitzenden Manfred Sattler, dem Geschäftsführer Friedhelm Demandt, dem Pressesprecher Klaus Ridder, dem Beisitzer Herbert Clausen sowie zahlreichen Mitgliedern. Malu Dreyer räumte in Ihrem Statement ein, dass in der Vergangenheit viele Fehler gemacht worden seien. Aber, so Malu Dreyer , es müsse jetzt wieder voran gehen und sie sprach Zuversicht aus, dass der künftige Inhaber Dr.Robertino Wild mit seinem Partner Adam Osieka die Region Nürburgring nach weiter vorne bringen würden. Sie hatte sich vorher die Firmen Capricorn und GetSpeed, die in Meuspath am Nürburgring eine Produktion von Kohlefaserprodukten bzw. Motorsport betreiben, angesehen und an einer Betriebsversammlung der Betriebsgesellschaft Nürburgring teilgenommen. Es gab auch Skeptiker, mit denen die Regierungspräsidentin im Anschluss an die Info-Veranstaltung noch diskutierte. Sie ging aber auch hier unbequemen Fragen nicht aus dem Weg und rief die Region Nürburgring auf, die Zukunft gemeinsam mit dem künftigen Inhaber Dr.Wild zu gestalten.
Dr. Robertino Wild , selbst aktiver Rennfahrer und ein langjähriger Freund des Nürburgrings, stellte ein paar Eckpunkte seiner künftigen Aktivitäten vor

  • Modernisierung der Rennstrecke
  • Rückbau des Eifeldorfs, wobei das Hotel ‚Grüne Hölle' erhalten bleiben soll
  • Ansiedlung weiterer autobezogener Industriebetriebe am Nürburgring
  • Verkauf der Achterbahn(ringracer).
  • Abschaffung der RingCard ( bargeldloses Zahlungsmittel)
  • Weitere sicherheitsbezogenen Modernisierung der Nordschleife, wobei der Charakter der Nordschleife nicht verändert werden soll.
  • Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Medien
  • Umgestaltung des Museums (ringwerk)

Insbesondere betonte Wild auch, dass die gesamte Region um den Nürburgring zusammen – und nicht gegeneinander – arbeiten müsse. Er werde seinen Teil dazu beitragen, dass der Nürburgring für den Motorsport erhalten bleibt. Er erwarte allerdings auch Unterstützung und Mitarbeit der Region und der Medien. Er wolle einen Beirat einrichten, in der Fragen zwischen seiner Geschäftsführung und den am Nürburgring Interessierten behandelt werden.
Insgesamt gesehen eine gute Veranstaltung, wobei bemerkt werden muss, dass nicht alle Teilnehmer das so gesehen haben. Zu tief sitzt der Frust der letzten Jahre. Die Freunde des Nürburgrings waren jedenfalls zufrieden und hoffen auch mit dem neuen Eigentümer, der übrigens auch Mitglied der Initiative ist, auf eine gute vom Motorsport geprägte Zukunft.


Klaus Ridder